Agentic Commerce: Kaufen KI-Agenten bald für deine Kund:innen ein?

Agentic Commerce bezeichnet Einkäufe, bei denen eine KI selbst handelt, statt Produkte bloß zu empfehlen: Sie vergleicht, packt den Warenkorb und bezahlt im Auftrag eines Menschen. Seit gut einem Jahr wird das Thema als nächste große Umwälzung im Onlinehandel verkauft.

Die Lage im Herbst 2026 ist deutlich nüchterner. In Deutschland kann bisher niemand regulär direkt im Chat bei einem Shop einkaufen, und in den USA ist OpenAI mit seinem ersten Anlauf gescheitert. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen ihre Produkte mit KI-Assistenten.

In diesem Artikel erfährst du, was hinter dem Begriff steckt, wie weit die Technik wirklich ist, was deine Kund:innen laut Umfragen wollen und welche Vorbereitung sich für einen kleinen oder mittleren Shop jetzt lohnt. Und was du getrost ignorieren kannst.

Was ist Agentic Commerce?

Vom Chatbot zum KI-Agenten

Ein KI-Agent ist ein Programm auf Basis eines Sprachmodells, das mehrere Schritte selbstständig erledigt, statt nur eine Frage zu beantworten. Der Bitkom beschreibt Agentic Commerce als Einsatz solcher Agenten im Handel: Sie vergleichen etwa im Auftrag von Verbraucher:innen Preise oder schlagen passende Produkte vor, helfen aber auch Händlern bei Sortiment oder Marketing.1

Der Unterschied zu einem normalen Chatbot liegt im Handeln. ChatGPT, das dir drei Laufschuhe vorschlägt, ist eine Suchhilfe. Ein Agent, der die Schuhe in deiner Größe in den Warenkorb legt, mit deiner hinterlegten Karte bezahlt und die Lieferung verfolgt, ist Agentic Commerce im engen Sinn.

Produktsuche und Kaufabschluss sind zwei verschiedene Dinge

Für deinen Shop ist diese Trennung wichtig, denn die beiden Teile entwickeln sich unterschiedlich schnell. Die Produktsuche mit KI ist längst Alltag. Den Kaufabschluss im Chat gibt es dagegen nur in wenigen Ländern und für ausgewählte Händler.

In vielen Studien und Prognosen wird beides zusammengezählt. Wenn mir ein Agent einen Warenkorb vorschlägt, ich aber selbst im Shop bezahle, gilt das dort oft schon als Agentic Commerce. Behalte das im Hinterkopf, wenn dir jemand große Zahlen präsentiert.

Wo Agentic Commerce im Herbst 2026 steht

USA: Kauf im Chat, mit Rückschlägen

OpenAI hat am 29. September 2025 den sogenannten Instant Checkout angekündigt, also den Kauf direkt in ChatGPT. Er startete für Nutzer:innen in den USA, mit Etsy- und Shopify-Händlern als ersten Partnern.2 Im März 2026 hat OpenAI selbst eingeräumt, dass die erste Version nicht flexibel genug war. Händler wickeln den Kauf seitdem wieder über ihren eigenen Checkout ab, OpenAI konzentriert sich auf die Produktsuche.3

Die deutlichste Zahl kam von Walmart. Der Konzern hatte rund 200.000 Produkte über Instant Checkout angeboten. Käufe direkt im Chat konvertierten nur ein Drittel so gut wie Klicks, die auf die Walmart-Website führten.4 Walmart baut inzwischen eine eigene App innerhalb von ChatGPT, in der Kund:innen sich mit ihrem Walmart-Konto anmelden und mit Walmarts eigenen Zahlarten bezahlen.3

Ich halte das für gut nachvollziehbar. Ein Händler, der den Kaufabschluss abgibt, gibt einen großen Teil der Kontrolle ab: über die Darstellung, über Zusatzverkäufe, über die Kundenbeziehung. Das macht kaum jemand freiwillig, solange die eigene Website besser verkauft.

Dazu kommen die Kosten. Schon zum Start des Instant Checkout kündigte OpenAI an, von Händlern eine Gebühr pro Kauf zu erheben.2 Für die Anbieter von KI-Assistenten ist der Kauf im Chat eine naheliegende Einnahmequelle, um ihren Dienst zu finanzieren. Sollte das Modell irgendwann nach Deutschland kommen, wird es für Händler also nicht kostenlos sein. Rechne mit zusätzlichen Gebühren, wie bei Marktplätzen und anderen Verkaufskanälen auch.

Google geht den Weg über einen offenen Standard, das Universal Commerce Protocol (UCP), vorgestellt im Januar 2026.5 Im Mai 2026 kündigte Google einen händlerübergreifenden Warenkorb in Suche und Gemini an. Der Händler bleibt dabei Vertragspartner, und Kund:innen können auch zum Bezahlen in den Shop wechseln. Der Kaufabschluss über UCP soll in den kommenden Monaten in Kanada und Australien starten, später in Großbritannien.6

Große Marktplätze und die Frage nach der Kontrolle

Interessant wird es aus meiner Sicht erst, wenn ein großer Marktplatz seine Produkte für fremde KI-Agenten öffnet. Amazon steht hier stellvertretend für solche großen Player, und Amazon schottet sich bisher eher ab.

Im November 2025 sperrte der Konzern in seiner robots.txt zwei weitere Crawler von OpenAI, darunter den, der für ChatGPT Live-Informationen zu Nutzeranfragen abruft. Den Crawler, mit dem OpenAI seine Modelle trainiert, sperrt Amazon schon länger, ebenso Crawler von Meta, Google und Perplexity. CEO Andy Jassy hat Partnerschaften mit fremden Agenten zwar nicht ausgeschlossen, aber vor ungenauen Preis-, Liefer- und Bestandsangaben solcher Tools gewarnt.7

Amazon verklagte im November 2025 den KI-Anbieter Perplexity, weil dessen Browser-Agent Comet im Auftrag von Nutzer:innen bei Amazon einkaufte. Amazon warf Perplexity unter anderem vor, den Agenten als gewöhnlichen Chrome-Browser zu tarnen, und erwirkte im März 2026 eine einstweilige Verfügung. Gleichzeitig betreibt Amazon mit Rufus und Buy For Me eigene KI-Shopping-Werkzeuge.8

Im August 2026 hob ein US-Berufungsgericht die Verfügung auf. Begründung: Nicht Perplexity greife auf Amazon zu, sondern die Nutzer:innen über ein Werkzeug. Das Gericht betonte, dass die Entscheidung nur für diesen Fall gilt, das eigentliche Verfahren läuft weiter.9 Der Fall zeigt, wie ungeklärt die Spielregeln sind, selbst in den USA.

Szenario: Was passiert, wenn ein großer Player öffnet?

Das folgende Szenario ist eine mögliche Entwicklung, keine Prognose. Ich halte es trotzdem für wichtig, denn Händler geben aus meiner Sicht erst dann in großer Zahl Kontrolle ab, wenn ein großer Anbieter vorangeht.

Ausgeschlossen ist eine Öffnung nicht. Die Analyst:innen von EMARKETER beschreiben Amazons Dilemma so: Werden KI-Agenten zum Startpunkt des Einkaufs, verliert Amazon Einfluss auf Kaufentscheidungen und Boden an Walmart, Target und andere. Je länger sich Amazon gegen Partnerschaften sperrt, desto verwundbarer wird es für genau den Wandel, den es selbst erwartet.10

Würde ein großer Marktplatz sein Sortiment für KI-Assistenten kaufbar machen, hätten kleinere Shops es schwerer. Chris Jones von der Beratung PSE Consulting argumentiert, dass KI-Assistenten schon heute Plattformen mit großem Sortiment und vielen geprüften Bewertungen bevorzugen. Das verstärke sich selbst: Bekannte Marken werden häufiger empfohlen, häufiger gekauft und dann noch häufiger empfohlen. Für viele mittlere Händler, etwa in der Mode, könnte eine Präsenz auf Marktplätzen deshalb zur Pflicht werden.11 Ralf Deckers vom IFH Köln sieht Onlineshops in der Rolle von „Regalflächen“, an denen die KI bei der Produktsuche nur vorbeiläuft.12

Für dich heißt das: Je austauschbarer dein Sortiment ist, desto stärker träfe dich so eine Entwicklung. Mit eigener Marke, Beratung, Service und einer echten Beziehung zu deinen Kund:innen hast du Argumente, die ein Agent nicht einfach gegen den günstigsten Anbieter tauscht.

Deutschland: Beratung ja, Kauf im Chat noch nicht

Deutschland taucht in Googles Ankündigung zur Ausweitung des Kaufabschlusses nicht auf.6 KI-Assistenten beraten hierzulande, vergleichen und verlinken. Bezahlt wird im Shop.

Bei der Zahlung tut sich etwas, aber auf Pilotniveau. Mastercard meldete im Mai 2026 die erste authentifizierte agentische Transaktion in Deutschland, mit Karten von Deutscher Bank, DZ Bank und N26. Ein KI-Agent des Partners PayOS buchte dabei ein Event auf Priceless.com, der Erlebnisplattform von Mastercard selbst.13 Die Kundin oder der Kunde bestätigte die Zahlung trotzdem selbst, per Passkey auf dem eigenen Gerät.14

Ein Pilot auf der Plattform des Zahlungsanbieters ist ein sinnvoller Test. Ein Beleg dafür, dass deine Kund:innen nächsten Monat per Agent bei dir einkaufen, ist er nicht.

Was rechtlich noch offen ist

Eine KI ist rechtlich keine Person und kann keine eigenen Verträge schließen. Was ein Agent bestellt, wird nach deutschem Recht dem Menschen zugerechnet, der ihn einsetzt.15 Das klingt eindeutig, wirft im Alltag aber Fragen auf, etwa wenn ein Kunde später sagt, so habe er das nicht gewollt. Der Händlerbund rechnet hier mit mehr Prüfaufwand für Händler, weil von außen kaum zu erkennen ist, wie der Agent eingestellt war.15

Bei der Bezahlung gibt es in der EU keinen eigenen Rechtsrahmen für KI-Agenten. Es gelten die bestehenden Regeln der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2, darunter die starke Kundenauthentifizierung, also die Bestätigung einer Zahlung mit mindestens zwei Faktoren. Die Kanzlei Osborne Clarke beschreibt die offenen Punkte so: Wer erbringt eigentlich den Zahlungsdienst, was gilt als gültige Freigabe, und wie lässt sich im Streitfall belegen, was der Agent tun durfte. Der Stand im März 2026 waren Pilotprojekte.16

Daran ändert auch die Reform der EU-Zahlungsregeln vorerst wenig. Parlament und Rat haben sich im November 2025 auf eine Neufassung geeinigt, die Richtlinie PSD3 und eine neue Zahlungsdiensteverordnung.17 Im Kompromisstext vom April 2026 kommen KI-Agenten nicht vor. Er schreibt aber fest, dass eine Zahlung aus der Ferne mit einer Bestätigung freigegeben werden muss, die an einen bestimmten Betrag und einen bestimmten Empfänger gebunden ist. Ausgenommen sind Zahlungen, die ein Händler auf Basis eines einmal erteilten Mandats auslöst, etwa bei Abos.18 Ein Agent, der eigenständig bei wechselnden Shops bezahlt, passt da schlecht hinein. Die neuen Regeln sollen voraussichtlich erst ab 2028 gelten.19 Endgültig beschlossen sind sie allerdings noch nicht, der Text kann sich bis zur Veröffentlichung im Amtsblatt der EU noch ändern.

Dazu kommen Pflichten, die Shops in den vergangenen Jahren mühsam umgesetzt haben. Bei einem Kauf im Chat ist für keine davon geklärt, wie sie erfüllt werden soll. Die Plattform entscheidet, was angezeigt wird, die Pflicht bleibt aber beim Händler:

  • Button-Lösung: Ein Onlinekauf kommt nur zustande, wenn der Bestellbutton eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweist, etwa mit „zahlungspflichtig bestellen“.20 Bestellt ein Agent über eine Schnittstelle, sieht kein Mensch mehr einen Button. Rechtsprechung oder eine klare Regelung dazu habe ich bei meiner Recherche nicht gefunden.
  • Widerrufsbutton: Seit dem 19. Juni 2026 Pflicht, gut sichtbar und ständig erreichbar, beschriftet etwa mit „Vertrag widerrufen“. Nach dem Klick gibt die Kundin Name, Vertragsangaben und Kontaktdaten ein, der Shop bestätigt den Eingang zum Beispiel per E-Mail.21 Wer im Chat gekauft hat, war aber nie auf der Shopseite. Ob der Button dann in die Oberfläche des KI-Assistenten gehört, dazu habe ich keine Aussage gefunden.
  • Grundpreis: Er muss in unmittelbarer Nähe zum Gesamtpreis stehen.22
  • Produktsicherheitsverordnung (GPSR): Seit Dezember 2024 gehören Name, Postanschrift und elektronische Kontaktmöglichkeit des Herstellers sowie Warnhinweise als Text ins Angebot.23
  • Energielabel: Elektrogeräte brauchen das Label in Preisnähe und einen Link zum Produktdatenblatt.24
  • Lebensmittelinformationen: Pflichtangaben samt hervorgehobener Allergene müssen vor dem Absenden der Bestellung verfügbar sein.25

All das hast du im eigenen Shop im Griff. Vor einem breiten Start in Deutschland muss geklärt werden, wie es im Chat funktionieren soll.

Wollen deine Kund:innen das überhaupt?

Die Umfragen aus Deutschland zeichnen ein klares Bild: Unterstützung beim Suchen ja, Kaufen lassen eher nicht. In einer Studie des ECC Köln konnten sich 61 Prozent die Nutzung von KI-Shoppingagenten vorstellen. Die komplette Abwicklung inklusive Bezahlung würden aber nur 9 Prozent einem Agenten überlassen.26

Eine repräsentative YouGov-Umfrage für die dpa im Juli 2025 kam auf einen ähnlichen Wert. Nur 9 Prozent konnten sich vorstellen, Lebensmittel oder Drogerieartikel automatisch von einem Agenten nachbestellen zu lassen, 40 Prozent lehnten das „auf keinen Fall“ ab.27 Und das sind ausgerechnet die Alltagskäufe, bei denen Befürworter das größte Potenzial sehen.

Die Zahlungsanbieter Riverty und Adyen haben das Thema gleich zweimal vom Marktforschungsunternehmen Appinio abfragen lassen, jeweils bei 1.000 Personen in Deutschland. Weil die Auftraggeber selbst Zahlungsdienste anbieten, lohnt ein kritischer Blick. Die Richtung deckt sich aber mit den anderen Umfragen, und der Vergleich zeigt, wie stabil die Skepsis ist.

In der ersten Befragung vom Dezember 2025 war Skepsis mit 46 Prozent das häufigste Gefühl gegenüber KI-Einkaufsagenten. 79 Prozent wollten klar erfahren, wie eine KI ihre Daten nutzt, 93 Prozent wollten Kaufentscheidungen der KI jederzeit einsehen oder stoppen können. Die Hälfte hätte einer KI höchstens 50 Euro im Monat anvertraut.28

Die Folgestudie vom August 2026 zeigt ein ähnliches Bild:29

Ergebnis der Befragung vom August 2026Anteil
verstehen nach eigener Aussage das Prinzip von KI-Einkaufsagenten67 %
halten es für wahrscheinlich, dass KI in fünf Jahren einen Großteil ihrer Besorgungen übernimmt49 %
würden KI nur für Recherche und Empfehlungen nutzen und dann selbst im Shop kaufen48 %
könnten sich vorstellen, den Agenten direkt im Chat kaufen zu lassen16 %
würden zumindest kleinere Einkäufe vollständig autonom erledigen lassen11 %
lehnen jede Entscheidungsfreiheit für KI beim Einkauf abrund ein Viertel
würden KI beim Einkauf von Lebensmitteln und Haushaltswaren vertrauen33 %
würden einer KI ein Monatsbudget von mindestens 51 Euro anvertrauen (Dezember 2025: 50 %)39 %
bevorzugen den Kauf auf Rechnung, wenn eine KI einkauft51 %
nennen die eigene Kontrolle als wichtigsten Vertrauensfaktor21 %

Die Bereitschaft, einer KI Geld anzuvertrauen, ist zwischen den beiden Befragungen also eher gesunken als gestiegen.

Ich kann mir im B2C ehrlich gesagt nur wenige Szenarien vorstellen, in denen Kund:innen in Deutschland in nennenswertem Umfang einen Agenten für sich bezahlen lassen. Und selbst wenn deine Besucher:innen schon heute über ChatGPT oder Perplexity in deinen Shop kommen, heißt das noch lange nicht, dass sie dort auch kaufen würden, wenn sie es könnten.

ACP, UCP, AP2 und MCP in Klartext

Rund um Agentic Commerce fallen viele Abkürzungen. Gemeint sind Protokolle, also technische Regeln dafür, wie ein KI-Agent mit einem Shop oder einem Zahlungsdienst spricht. Für einen kleinen Shop reicht es, grob zu wissen, was dahintersteckt.

AbkürzungVon wemWofür
ACP (Agentic Commerce Protocol)OpenAI mit StripeHändler liefern Produktdaten und Aktionen an ChatGPT, damit ihr Sortiment dort vollständig auftaucht3
UCP (Universal Commerce Protocol)Google mit Shopify, Etsy, Walmart, Target, WayfairGemeinsame Sprache für Suche, Warenkorb, Bezahlung und Bestellung über Google-Dienste; der Shop beschreibt seine Fähigkeiten in einer maschinenlesbaren Datei30
AP2 (Agent Payments Protocol)GoogleRegeln für Zahlungen, die ein Agent im Auftrag eines Menschen auslöst5
MCP (Model Context Protocol)Offener Standard unter dem Dach der Linux Foundation, unterstützt unter anderem von Anthropic, OpenAI, Google und MicrosoftAllgemeiner Standard, über den KI-Modelle auf Werkzeuge und Datenquellen zugreifen, zum Beispiel auf einen Produktkatalog31

Wenn dein Shop auf Shopify läuft, sind deine Produkte laut OpenAI bereits über Shopify Catalog in ChatGPT eingebunden, ohne dass du etwas tun musst. Gekauft wird dann im eigenen Shop.3 Für Shopware, JTL oder WooCommerce gibt es keinen vergleichbaren Automatismus, hier lohnt die Frage an deinen Dienstleister, was geplant ist.

Was heißt das für deinen Shop?

Erst klären: B2B oder B2C, und was macht deine Zielgruppe?

Bevor du über Agentic Commerce nachdenkst, beantworte zwei Fragen. Verkaufst du an Privatkund:innen oder an Unternehmen? Und kaufen deine Kund:innen überhaupt so ein, wie die Hype-Artikel es beschreiben?

Im B2B kann ich mir agentische Käufe deutlich eher vorstellen als im B2C. Ein Betrieb, der regelmäßig dieselben Verbrauchsmaterialien nachbestellt, hat klare Regeln, feste Lieferanten und Budgets. Genau dafür sind Agenten gebaut. Rechtlich ist der Fall ebenfalls einfacher, denn bei Bestellungen von Unternehmen gibt es kein Widerrufsrecht.15

Für deine eigene Zielgruppe helfen ein paar einfache Prüfungen:

  • In der Webanalyse nachsehen, wie viele Besuche von ChatGPT, Perplexity oder Gemini kommen und wie sie konvertieren
  • In den Server- oder CDN-Logs prüfen, wie oft KI-Crawler und -Agenten deinen Shop abrufen (das kann dein Hosting-Anbieter oder deine Technik meist auswerten)
  • Kund:innen fragen, etwa mit einer kurzen Frage nach der Bestellung, wie sie auf dich aufmerksam geworden sind
  • Deine Produktkategorie mit den Umfragen abgleichen: Standardisierte, wiederkehrende Käufe liegen vorn, erklärungsbedürftige Produkte weit hinten

Wo agentische Käufe im B2B realistisch sind

Realistisch erscheinen mir im B2B vor allem diese Szenarien:

  • Regelmäßige Nachbestellungen: Verbrauchsmaterial, Verpackung, Büro- oder Ersatzteile, bei denen Menge, Lieferant und Preisrahmen feststehen. Der Händlerbund nennt als Beispiel einen Agenten, der automatisch nachbestellt, sobald der Lagerbestand unter eine Schwelle fällt.15
  • Angebotsvergleich in der Beschaffung: Agenten holen Angebote ein, vergleichen sie nach Preis, Anforderungen und Lieferzeit und verwalten Verträge. Deloitte beschreibt das am Beispiel eines Krankenhauses, das medizinisches Material einkauft.32
  • Abwicklung rund um den Kauf: Auswahl der Zahlart, Ausführung der Zahlung und Abgleich mit der Rechnung.32
  • Maschinen und Planungssysteme bestellen selbst: Gartner nennt Geräte, Systeme und Algorithmen, die eigenständig einkaufen, „Maschinenkunden“. Die Stufen reichen vom Drucker, der Tinte beim eigenen Hersteller nachbestellt, bis zu Systemen, die Angebote selbst vergleichen und entscheiden. In einer älteren Einschätzung erwartete Gartner spürbare Auswirkungen frühestens ab 2030.33 Die erste Stufe gibt es bereits: Über Amazons Dienst Dash Replenishment bestellen vernetzte Geräte mithilfe von Sensoren Verbrauchsmaterial nach, wenn die Kund:innen das freigeschaltet haben.34

Der nächste Schritt wäre ein Agent, der die Auftragslage kennt, etwa aus der Warenwirtschaft, und Material für die Aufträge der kommenden Woche bestellt, bevor es knapp wird. Microsoft beschreibt einen solchen Agenten für die Bestandsplanung: Er wertet Nachfrageprognosen und Bestände aus und entwirft Nachbestellungen. Freigeben müssen sie aber weiterhin die Verantwortlichen im Lager.35 Wenn du an Unternehmen lieferst, ist dein Gegenüber dann nicht mehr die Einkäuferin, sondern ihr System. Das gleicht deine Preise, Verfügbarkeiten und Lieferzeiten automatisch ab und bestellt dort, wo die Daten stimmen.

Die geplanten EU-Zahlungsregeln sehen für Unternehmen bereits Erleichterungen bei Zahlungen über automatisierte Kanäle vor, die nur Geschäftskund:innen offenstehen.18 Die Marktforschung Gartner prognostiziert sogar, dass KI-Agenten bis 2028 an 90 Prozent der B2B-Käufe beteiligt sein werden, mit einem Volumen von über 15 Billionen US-Dollar.36 Ich lese das wie jede Prognose: als Richtung, nicht als Versprechen. Wenn du B2B-Kund:innen hast, die regelmäßig dasselbe bestellen, lohnt der Blick trotzdem. Bei ihnen ergibt ein Agent zuerst Sinn.

Datenbasis und Technik: von SEO über GEO zu Agentic Commerce

Ein Großteil dessen, was als Vorbereitung auf Agentic Commerce verkauft wird, liegt längst im SEO. Wer SEO nicht als Kanal nutzt (selbst schuld), hat zumindest in der Suchmaschinenwerbung mit Shopping-Feeds vieles davon schon gebaut. Die Schnittmenge ist groß: vollständige Produktdaten, GTINs, korrekte Preise und Lieferzeiten, saubere Angaben zu Versand und Rückgabe.

Ich sehe das als Linie, bei der jede Stufe auf der vorherigen aufbaut. Ohne solide SEO-Basis keine sinnvolle Sichtbarkeit in KI-Antworten (GEO), und ohne beides kein Agent, der sinnvoll in deinem Shop einkaufen kann. Auf der technischen Ebene gehören für mich vier Punkte dazu:

  1. Inhalte stehen im HTML und hängen nicht allein an JavaScript. Was es mit der Darstellung von Inhalten per JavaScript-Rendering auf sich hat, habe ich separat erklärt.
  2. Die robots.txt, die Firewall und der Bot-Schutz deines Hosters sperren KI-Crawler und -Agenten nicht versehentlich aus.
  3. Preise, Lagerbestand und Lieferzeiten stimmen in Echtzeit und sind in Shop und Feed identisch.
  4. Das Shopsystem lässt sich über Schnittstellen wie UCP oder ACP anbinden.

Die ersten drei Punkte musst du ohnehin erledigen, für Google, für Shopping-Anzeigen und für deine Kund:innen. Mit dem vierten würde ich warten, bis klar ist, dass deine Zielgruppe so einkauft und der Kaufabschluss im Chat in Deutschland überhaupt angeboten wird.

Kundenbindung, wenn der Kauf woanders passiert

Der Verlust des direkten Kundenkontakts ist für mich das eigentliche Problem am Kauf im Chat. Wer klassisch in deinen Shop kommt, stöbert, sieht passendes Zubehör und legt oft mehr als ein Teil in den Warenkorb. Bei einem Kauf über einen Agenten fällt das weg, und mit ihm der Umsatz aus Cross-Selling und Upselling.

Wenn du Agentic Commerce irgendwann anbieten willst, musst du dir überlegen, wo du Käufer:innen noch erreichst. Das Paket ist der naheliegende Ort, also ein Flyer mit Gutscheincode, eine Einladung zum Newsletter mit exklusiven Angeboten oder ein Hinweis auf eine Community. Dazu kommt alles nach dem Kauf: Versandinformationen, Service, Beratung zum Produkt.

Die Riverty- und Adyen-Befragung stützt diesen Ansatz. Nur 6 Prozent der Befragten wollen überhaupt keinen direkten Kontakt mehr zum Händler. 56 Prozent wünschen sich bei Problemen weiterhin menschlichen Support, 30 Prozent möchten exklusive Angebote direkt vom Händler bekommen.29 Der gute alte Paketbeileger könnte also ausgerechnet durch KI wieder wichtiger werden.

Offen ist auch, wer Fragen nach dem Bestell- oder Versandstatus beantwortet. Googles UCP deckt laut Google auch Bestellverwaltung und Service nach dem Kauf ab.30 Wenn Kund:innen ihr Paket suchen, fragen sie dann den Agenten oder dich? Sorge dafür, dass sie dich im Zweifel leicht erreichen, etwa über die Versandbestätigung per E-Mail.

Wenn du gerade einen Relaunch planst

Ein neuer Shop läuft meist fünf Jahre oder länger. Wer jetzt neu baut, sollte Agentic Commerce deshalb mitdenken: Kann das System später Schnittstellen bereitstellen, sind die Produktdaten strukturiert gepflegt, landen die Inhalte im HTML?

Mitdenken heißt allerdings nicht, jetzt dafür zu bezahlen. Wie du Budget sinnvoll aufteilst, statt alles auf einmal einzukaufen, habe ich im Artikel zum Shop-Relaunch als MVP oder Komplettlösung durchgerechnet.

Was du getrost ignorieren kannst

Rund um Agentic Commerce entstehen gerade dieselben Verkaufsmuster wie früher bei SEO und derzeit bei GEO. Angeboten werden „Agentic-Readiness-Audits“ oder Pakete zur „Agenten-Optimierung“, oft begleitet von Sätzen wie: Ihre Wettbewerber verkaufen schon über ChatGPT, jetzt handeln. In Deutschland verkauft dort bisher niemand regulär, weil es den Kaufabschluss im Chat hier nicht gibt. Hier wird mit der Angst gearbeitet, etwas zu verpassen, und mit einer Dringlichkeit, die es nicht gibt. Ein seriöses Geschäftsmodell ist das in meinen Augen nicht.

Wenn dir so ein Angebot vorliegt, achte auf diese Warnsignale:

  • Künstlicher Zeitdruck, obwohl das Angebot in Deutschland noch gar nicht existiert
  • Garantierte Sichtbarkeit oder garantierte Verkäufe über KI-Agenten
  • Kein Wort dazu, dass Produktdaten und SEO-Basis zuerst stimmen müssen
  • Große Marktprognosen als Hauptargument

Du kannst trotzdem Geld in das Thema stecken. Frag dich vorher aber, ob dieselbe Summe in sauberen Produktdaten und einer funktionierenden Technik nicht mehr bringt.

Milliarden-Prognosen richtig einordnen

Die Zahlen, die im Umlauf sind, liegen extrem weit auseinander. McKinsey rechnet bis 2030 mit 3 bis 5 Billionen US-Dollar Umsatz weltweit, der von KI-Agenten „orchestriert“ wird, allein im US-Endkundenhandel mit 900 Milliarden bis 1 Billion US-Dollar.37 Gezählt wird dabei jeder Umsatz, bei dem Agenten den Kaufprozess mitsteuern, also auch dann, wenn am Ende ein Mensch selbst bezahlt.

EMARKETER prognostiziert für die USA dagegen gut 144 Milliarden US-Dollar E-Commerce-Umsatz über KI-Plattformen bis 2030 und schreibt im selben Atemzug, Agentic Commerce sei noch nicht abgehoben.38 Der Unterschied ergibt sich vor allem aus der Frage, was überhaupt als Agentic Commerce gilt.

Ein Blick zurück hilft. 2018 sagte die Beratung OC&C voraus, dass der Einkauf per Sprachassistent in den USA und Großbritannien bis 2022 von 2 auf über 40 Milliarden US-Dollar wachsen werde.39 Im selben Jahr berichtete das US-Medium The Information unter Berufung auf interne Zahlen, dass nur rund 2 Prozent der Besitzer:innen eines Alexa-Geräts überhaupt per Sprache eingekauft hatten. Von ihnen probierten es etwa 90 Prozent kein zweites Mal. Amazon widersprach den Zahlen.40

Daraus folgt nicht, dass Agentic Commerce genauso endet. Es zeigt aber, dass nicht jeder Trend zum Standard wird und schon gar nicht jeder Hype. Eine Prognose ist eine Einschätzung, keine Versicherung, und für deine Investitionsentscheidung zählt, was deine eigene Zielgruppe tut.

Häufige Fragen

Wer haftet, wenn ein KI-Agent das Falsche kauft?

Grundsätzlich die Person, die den Agenten einsetzt, denn seine Bestellung wird ihr zugerechnet. Hat der Agent technisch fehlerhaft übermittelt, etwa 1.000 statt 100 Stück, kommt eine Anfechtung in Betracht. Trifft er dagegen eine inhaltlich falsche, aber von seinen Vorgaben gedeckte Entscheidung, bleibt die Person in der Regel daran gebunden. Haben falsche Produktdaten des Händlers den Agenten in die Irre geführt, kann auch der Händler haften.15

Gilt das Widerrufsrecht auch bei Käufen über einen KI-Agenten?

Ja. Wer als Verbraucher:in einen Agenten nutzt, bleibt Verbraucher:in, das Widerrufsrecht gilt weiter. Anders ist es, wenn ein Unternehmen einen Agenten für seine gewerblichen Einkäufe einsetzt, dann gibt es kein Widerrufsrecht.15

Brauche ich eine llms.txt?

Eine llms.txt ist eine Textdatei, die KI-Systemen die wichtigsten Inhalte einer Website ohne Layout zusammenfasst. Viele Ratgeber zu Agentic Commerce empfehlen sie. Google selbst schreibt in seinem Leitfaden zur Optimierung für KI-Funktionen, dass du keine neuen maschinenlesbaren Dateien oder KI-Textdateien brauchst, um in der Google-Suche zu erscheinen. Google Search ignoriert solche Dateien.41

Etwas anders klingt Googles Browser-Team: Das Prüfwerkzeug Lighthouse testet llms.txt in einem neuen Audit für Browser-Agenten und beschreibt die Datei als sich entwickelnde Konvention. Fehlt sie, gilt der Test aber als nicht anwendbar, nicht als Fehler.42 Eine offizielle Aussage von OpenAI, ob ChatGPT die Datei auswertet, habe ich nicht gefunden. Ein Muss ist sie also nicht, und Geld würde ich dafür erst ausgeben, wenn deine Produktdaten und deine Technik stimmen.

Fazit

Agentic Commerce ist ein echtes Thema, aber in Deutschland vor allem eines der Produktsuche. Den Kauf im Chat gibt es hier noch nicht, die rechtlichen Fragen sind offen, und die Mehrheit der Kund:innen will die Bezahlung selbst in der Hand behalten.

Im B2C sehe ich den Schwerpunkt deshalb klar bei der Sichtbarkeit in KI-Antworten, nicht beim Kauf im Chat. Als nächsten Schritt öffnest du deine Webanalyse und schaust nach, wie viele Besuche von KI-Assistenten kommen und wie sie konvertieren. Danach prüfst du deinen Produktfeed auf vollständige Daten, aktuelle Preise und Lieferzeiten.

Im B2B lohnt der Blick weiter nach vorn. Schau dir an, welche Geschäftskund:innen regelmäßig dasselbe bestellen, und prüfe, ob Preise, Verfügbarkeiten und Lieferzeiten für diese Artikel so gepflegt sind, dass ein System sie automatisch abgleichen kann. In beiden Fällen tust du damit etwas, das heute bei Google, morgen bei GEO und irgendwann auch bei KI-Agenten zählt.

Wie siehst du das: Kaufen deine Kund:innen bald per Agent, oder bleibt das im B2C eine Nische? Lass uns gern auf LinkedIn darüber diskutieren.

Quellen

  1. Bitkom e. V., „Agentic Commerce: So verändert KI Online-Shopping“, 2026: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Agentic-Commerce-So-veraendert-KI-Online-Shopping ↩
  2. OpenAI, „Buy it in ChatGPT: Instant Checkout and the Agentic Commerce Protocol“, 2025: https://openai.com/index/buy-it-in-chatgpt/ ↩
  3. OpenAI, „Powering Product Discovery in ChatGPT“, 2026: https://openai.com/index/powering-product-discovery-in-chatgpt/ ↩
  4. Search Engine Land, „Walmart: ChatGPT checkout converted 3x worse than website“, 2026: https://searchengineland.com/walmart-chatgpt-checkout-converted-worse-472071 ↩
  5. Google, „New tech and tools for retailers to succeed in an agentic shopping era“, 2026: https://blog.google/products/ads-commerce/agentic-commerce-ai-tools-protocol-retailers-platforms/ ↩
  6. Google, „How we’re helping retailers thrive with new Universal Commerce Protocol features and AI tools on Google“, 2026: https://blog.google/products-and-platforms/products/shopping/shopping-updates-google-marketing-live/ ↩
  7. Digiday / Modern Retail, „Amazon quietly blocks more of OpenAI’s ChatGPT web crawlers from accessing its site“, 2025: https://digiday.com/media-buying/amazon-quietly-blocks-more-of-openais-chatgpt-web-crawlers-from-accessing-its-site/ ↩
  8. GeekWire, „Judge blocks Perplexity’s AI bot from shopping on Amazon in early test of agentic commerce“, 2026: https://www.geekwire.com/2026/judge-blocks-perplexitys-ai-bot-from-shopping-on-amazon-in-early-test-of-agentic-commerce/ ↩
  9. Retail Insight Network, „US court overturns Amazon injunction against Perplexity“, 2026: https://www.retail-insight-network.com/news/us-court-overturns-amazon-injunction-perplexity/ ↩
  10. EMARKETER, „Amazon moves to shut out ChatGPT bots as agentic shopping pressure rises“, 2025: https://www.emarketer.com/content/amazon-shuts-out-chatgpt-bots-agentic-shopping ↩
  11. TechRadar Pro, Gastbeitrag Chris Jones (PSE Consulting), „Will agentic commerce push more merchants into marketplaces?“, 2026: https://techradar.com/pro/will-agentic-commerce-push-more-merchants-into-marketplaces ↩
  12. Schwäbische Zeitung (dpa), „Die KI geht einkaufen – voraussichtlich ab 2026“, 2025: https://www.schwaebische.de/wirtschaft/die-ki-geht-einkaufen-voraussichtlich-ab-2026-4222387 ↩
  13. Mastercard, „Deutschlands erste agentische Transaktion: Mastercard bringt Agentic Commerce gemeinsam mit Deutsche Bank, DZ Bank und N26 in die Praxis“, 2026: https://www.mastercard.com/news/europe/de-de/newsroom/pressemitteilungen/de-de/2026/deutschlands-erste-agentische-transaktion/ ↩
  14. IT Finanzmagazin, „Mastercard-Pilot: Agent Pay ohne Issuer-Umbau bei Deutsche Bank, DZ Bank und N26“, 2026: https://www.it-finanzmagazin.de/mastercard-pilot-agent-pay-ohne-issuer-umbau-bei-deutsche-bank-dz-bank-und-n26-246419/ ↩
  15. Händlerbund, Rechtsanwältin Sandra May, „Agentic-Commerce: Vertragsschluss durch KI-Agenten“, 2026: https://www.haendlerbund.de/de/ratgeber/recht/agentic-commerce ↩
  16. Osborne Clarke, „Agentic Payments: a new challenge for Europe’s payments ecosystem“, 2026: https://www.osborneclarke.com/insights/agentic-payments-new-challenge-europes-payments-ecosystem ↩
  17. Europäisches Parlament, „Legislative Train: Payment services and electronic money services in the internal market (directive)“, 2025: https://www.europarl.europa.eu/legislative-train/theme-an-economy-that-works-for-people/file-payment-services-and-electronic-money-services-(directive) ↩
  18. Rat der Europäischen Union, „Proposal for a Regulation on payment services in the internal market, final compromise text, Dok. 8221/26 (u. a. Art. 85, Art. 87, Erwägungsgründe 73, 108, 119)“, 2026: https://data.consilium.europa.eu/doc/document/ST-8221-2026-INIT/en/pdf ↩
  19. Worldline, „The scope and timeline are locked in for PSD3 and PSR. What should PSPs know?“, 2026: https://worldline.com/en/home/main-navigation/resources/blogs/2026/the-scope-and-timeline-are-locked-in-for-psd3-and-psr-what-should-psps-know ↩
  20. IHK Ostwestfalen, „Vertragsschluss im Internet“, o. J.: https://www.ihk.de/ostwestfalen/recht-und-steuern/recht-von-a-z/vertragsabschluss-im-internet-6780532 ↩
  21. IHK Karlsruhe, „Widerrufsbutton wird verpflichtend ab Juni 2026“, 2026: https://www.ihk.de/karlsruhe/fachthemen/recht/internetrecht/fallback1433495812828/widerrufsbutton-wird-verpflichtend-7020816 ↩
  22. Händlerbund, „Die wichtigsten Tipps zur Grundpreisangabe für deinen Online-Shop“, 2026: https://www.haendlerbund.de/de/ratgeber/recht/3766-grundpreisangabe ↩
  23. Händlerbund / Onlinehändler News, „Produktsicherheitsverordnung (GPSR): FAQ“, 2024: https://ohn.haendlerbund.de/recht/rechtsfragen/produktsicherheitsverordnung-gpsr-faq ↩
  24. IT-Recht Kanzlei, „Energieverbrauchskennzeichnung: Effizienzetikett und Produktdatenblatt online“, o. J.: https://www.it-recht-kanzlei.de/energieverbrauch-kennzeichnung-effizienzetikett-produktdatenblatt-online-bedingungen.html ↩
  25. IT-Recht Kanzlei, „Allergenkennzeichnung bei Lebensmitteln“, o. J.: https://www.it-recht-kanzlei.de/allergenkennzeichnung-lebensmittel.html ↩
  26. ECC Köln (IFH Köln), „Die nächste Stufe des E-Commerce kommt: Konsument:innen begrüßen KI-Einkaufsagenten“, 2025: https://www.ifhkoeln.de/wp-content/uploads/2025/10/251013_Die_naechste_Stufe_des_E-Commerce_kommt_-Konsumentinnen_begruessen_KI-Einkaufsagenten.pdf ↩
  27. ChannelPartner (dpa), „KI als Einkaufshelfer bei Deutschen nicht beliebt“, 2025: https://www.channelpartner.de/article/4071505/ki-als-einkaufshelfer-bei-deutschen-nicht-beliebt.html ↩
  28. t3n, „Agentic Commerce: Was Verbraucher erwarten, bevor KI für sie einkauft“, 2026: https://t3n.de/news/?p=1726959 ↩
  29. PCtipp, „KI-Assistenten könnten künftig einen Grossteil der Einkäufe übernehmen“, 2026: https://www.pctipp.ch/themen/news/ki-assistenten-koennten-kuenftig-einen-grossteil-der-einkaeufe-uebernehmen ↩
  30. eCommerceNews, „Google unveils open UCP standard for AI-driven shopping“, 2026: https://e-commerce.news/story/google-unveils-open-ucp-standard-for-ai-driven-shopping ↩
  31. Handelsblatt Live, Gastbeitrag John Muñoz, „Agentic Commerce: Was es ist, warum es kommt und wie Sie Ihr Marketing jetzt darauf vorbereiten“, 2026: https://live.handelsblatt.com/agentic-commerce-was-es-ist-warum-es-kommt-und-wie-sie-ihr-marketing-jetzt-darauf-vorbereiten/ ↩
  32. Deloitte, „B2B agentic commerce“, o. J.: https://www.deloitte.com/us/en/what-we-do/capabilities/applied-artificial-intelligence/articles/b2b-agentic-commerce.html ↩
  33. CIO Dive, „Machines as customers (Gartner: Don Scheibenreif, Mark Raskino)“, o. J.: https://www.ciodive.com/news/machines-as-customers-AI/635399/ ↩
  34. Amazon Developer, „Dash Replenishment: Übersicht“, 2026: https://developer.amazon.com/de/docs/dash/dash-replenishment-overview.html ↩
  35. Microsoft, „Inventory replenishment planning agent“, o. J.: https://adoption.microsoft.com/de-de/scenario-library/retail/inventory-replenishment-planning-agent/ ↩
  36. Digital Commerce 360, „Gartner: AI agents will intermediate $15 trillion in B2B purchases by 2028“, 2025: https://www.digitalcommerce360.com/2025/11/28/gartner-ai-agents-15-trillion-in-b2b-purchases-by-2028/ ↩
  37. McKinsey & Company, „The agentic commerce opportunity: How AI agents are ushering in a new era for consumers and merchants“, 2025: https://www.mckinsey.com/industries/retail/our-insights/the-agentic-commerce-opportunity-how-ai-agents-are-ushering-in-a-new-era-for-consumers-and-merchants ↩
  38. EMARKETER, „Adyen and Stripe deepen agentic infrastructure for merchants“, 2026: https://www.emarketer.com/content/adyen-stripe-deepen-agentic-infrastructure-merchants ↩
  39. TechCrunch, „Voice shopping estimated to hit $40 billion across U.S. and U.K. by 2022“, 2018: https://techcrunch.com/2018/03/02/voice-shopping-estimated-to-hit-40-billion-across-u-s-and-u-k-by-2022/ ↩
  40. Retail Dive, „The Information: Only 2% of Alexa users reportedly purchase off the devices“, 2018: https://www.retaildive.com/news/the-information-only-2-of-alexa-users-reportedly-purchase-off-the-devices/529608 ↩
  41. Google Search Central, „AI optimization guide“, 2026: https://developers.google.com/search/docs/fundamentals/ai-optimization-guide ↩
  42. Chrome for Developers, „llms.txt (Lighthouse)“, 2026: https://developer.chrome.com/docs/lighthouse/agentic-browsing/llms-txt ↩